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Volleyball Europameisterschaften in Tschechien

28. September 2011 - 14:36

Vom 10. bis zum 18. September fand in Tschechien und in Österreich der sportliche Höhepunkt des Männervolleyballs dieses Jahr statt: die Europameisterschaft. Austragungsort waren die tschechischen Städte Prag und Karlsbad sowie die österreichischen Städte Wien und Innsbruck. Den Titel gewann die Mannschaft aus Serbien.

Der Modus dieser Europameisterschaft bedarf der Erklärung, da er von normalen Punkteverteilungen im nationalen Volleyball abweicht. Insgesamt 16 Mannschaften qualifizierten sich für die Endrunde und maßen sich in vier Vorrundengruppen. Wer ein Gruppenspiel mit 3 zu 0 oder 3 zu 1 für sich entschied, wurde mit drei Punkten belohnt. Für einen 3 zu 2-Sieg erhielt der Gewinner zwei Punkte, der Verlierer konnte sich aber auch über einen Punkt freuen. Verlierer, die sich mit 1 zu 3 oder gar 0 zu 3 geschlagen geben mussten, gingen leer aus. Die besten drei Teams jeder Vierergruppe qualifizierten sich für einen Verbleib im Turnier. In den Play-offs kämpften dann die Zweit- und Drittplatzierten der Gruppen ums Weiterkommen und trafen im Viertelfinale auf die Gruppenersten, welche direkt diese Runde erreichten. Polen als Titelverteidiger musste sich im Halbfinale den Italienern klar mit 0 zu 3 geschlagen geben, während sich im anderen Halbfinale Serbien und Russland spannenden Volleyball lieferten: Serbien setzte sich am Ende knapp mit 3 zu 2 durch. Im Endspiel in Wien verließ dann Serbien gegen Italien als Sieger den Platz und konnte sich über den erstmaligen Gewinn des Europameistertitels freuen.

Einen Rückschlag erlitt der deutsche Volleyball bei diesem Turnier. Mannschaftskapitän Björn Andrae hatte vor dem Wettbewerb noch große Erwartungen geweckt, indem er den Titelgewinn ins Gespräch brachte. Davon war die deutsche Mannschaft weit entfernt: Sie schied punktlos bereits in der Gruppenphase aus. Die Spiele gegen die Slowakei, gegen Polen und Bulgarien gingen allesamt 1 zu 3 verloren. Der Trainer Raúl Mozano sieht sich seitdem massiver Kritik ausgesetzt. Der deutsche Volleyballvervand hat von einer Entlassung abgesehen, die Schonfrist dürfte aber nur wenige Monate dauern. Bei der Vor-Olympiaqualifikation, die das nächste wichtige Ereignis im Volleyball ist, muss er mit seiner Mannschaft Erfolge liefern.

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